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Wiese Bestattungen, Hannover

Die Feuerbestattung

Die Feuerbestattung hat in der Menschheitsgeschichte eine lange Tradition. Schon in der antiken Welt nahmen die Menschen auf diese Weise mit ehrfürchtigem Respekt von ihren Toten Abschied. In unserem Kulturkreis wurde sie im Zuge der Aufklärung Ende des 18. Jh. aus hygienischen Gründen "wiederentdeckt".

Als Folge der rechtlichen Gleichstellung mit der Erdbestattung im Jahre 1934 und der erst in der Nachkriegszeit zunehmenden kirchlichen Akzeptanz gewann die Feuerbestattung in Deutschland beständig an Bedeutung. Ihr Anteil im Vergleich mit der Erdbestattung liegt heute bundesweit bei rund 40%, in manchen nördlichen bzw. östlichen Bundesländern sogar schon über 50%.

Ohne Frage sind beide Bestattungsarten ebenso wie die Trauerfeier ein Teil unseres kulturellen Erbes und damit unserer kulturellen Identität.

Die Feuerbestattung ist von beiden kirchlichen Konfessionen gleichermaßen anerkannt. Die eigentliche Trauerfeier mit Sarg findet vor der Einäscherung statt, entweder in der Friedhofskapelle, der Kirche oder in unserer Trauerfeierhalle. Die Urne wird zu einem späteren Zeitpunkt - oftmals im engsten Familienkreis - beigesetzt.

Die Familie möchte diese doppelte seelische Belastung manchmal vermeiden. Sie entscheidet sich trotz der größeren zeitlichen Spanne zwischen Todesfall und Beisetzung nicht selten für eine Urnenbeisetzung, die gleichzeitig als Urnentrauerfeier gestaltet wird.

Die Feuerbestattung ist die Einäscherung (Verbrennung) des Verstorbenen im Sarg. Sie ist jederzeit möglich, wenn sie der Verstorbene zu Lebzeiten gewünscht hat. Dazu sollte seine handschriftliche Willenserklärung (datiert und unterzeichnet mit Vor- und Zuname) vorliegen. Oft fehlt eine solche Erklärung. In diesem Fall können die nächsten Angehörigen den Willen des Verstorbenen uns gegenüber schriftlich bekunden.

Zur Einäscherung sind Bescheinigungen vom Amtsarzt und der Polizei notwendig, die wir beibringen. Nach der Einäscherung des Verstorbenen wird die Urnen-Beisetzung auf dem Beisetzungsfriedhof in Hannover organisiert, der Seebestattungsreederei (Seebestattung) oder dem Verein Friedwald (Baumbestattung) übersandt oder einem auswärtigen Friedhof zugestellt. Die Formalitäten hierfür übernehmen wir.

Ob man am Ende des eigenen Lebens lieber zu Asche oder eines guten Tages zu Staub werden möchte, kann jeder Mensch nur für sich selbst beantworten. Sofern Sie sich bereits mit dem Gedanken an eine spätere Einäscherung (Verbrennung) vertraut gemacht haben, kann Ihnen unsere Broschüre weitere, vertiefte Einblicke in die historische Entwicklung sowie die formellen und technischen Abläufe einer zeitgemäßen Bestattungsart eröffnen.