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Wiese Bestattungen, Hannover

Die „Öko-Bestattung“ stößt noch auf Widerstand

Hier veröffentlicht am Montag, dem 04.01.10

Gesetzesänderungen verzögern sich – Kosten und Umweltbelastung umstritten

Stockholm. In Schweden liegen zehn Tote auf Eis und warten auf ihr Begräbnis, manche seit sechs Jahren. Sie wollten dank einer neuen Beisetzungsmethode in den „Kreislauf der Natur“ eingehen. Doch trotz viel Sympathie von Politikern und Kirche für die „Öko-Bestattung“ bleiben die nötigen Gesetzesänderungen aus. Die Ausnahmeerlaubnis für die Aufbewahrung der Leichen droht nicht mehr verlängert zu werden.

Auch Kosten und Umweltbelastung der ökologischen Bestattung sind in Schweden noch umstritten. So gilt die Kühlung als zu energieaufwendig. Zudem soll die Gefriertrocknung zu Stickstoffableitungen führen, die wiederum die Vegetation beeinflussen können. Schwedens Kirche hingegen hat keine Einwände: „Denn Staub bist du, zum Staub musst du zurück“, heißt es in der Bibel.

Die Methode, mit der die Verstorbenen bestattet werden wollten, heißt Promession, von der schwedischen Biologin Susanne Wiigh-Mäsak entwickelt. Die Leichen werden gefriergetrocknet: In einem einfachen Sarg erst zehn Tage lang auf minus 18 Grad gekühlt, dann in flüssigen Stickstoff getaucht.

Der Körper wird hart und spröd und zerfällt durch „leichte Vibration“ in winzige Teilchen. Was von einem Erwachsenen bleibt, sind rund 25 Kilo Pulverstaub. Die werden in einem Behälter aus Mais- oder Kartoffelstärke begraben. In sechs Monaten sind Behälter und Inhalt zu Humus geworden.

Quelle: „Die Presse“ / 05.09.2007

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