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Unterwasser-Friedhof als Freizeitpark
Geplant sind 100.000 Gräber auf sechs Hektar Meeresgrund
Neue Veranstaltung
Mumien – Körper für die Ewigkeit
Gemeinsame Ausstellung im Naturkundemuseum und im Museum für Sepulkralkultur, Kassel
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Warum Thanatopraxie?
In der Trauersituation haben Hinterbliebene ein Bedürfnis nach Ästhetik und Harmonie. Thanatopraxie (Thanatos = griech. Todesgott) ist eine Arbeitsweise mit dem Ziel, ein im Sinne des Wortes annehmbares Bild des Verstorbenen zu schaffen. Der Körper eines toten Menschen wird hygienisch versorgt und der biologische Prozess der organischen Zersetzung (Autolyse) wird durch eine arterielle und oberflächliche Einbalsamierung (Modern Embalming) zeitlich verzögert.
Thanatopraktische Behandlung leistet einen wesentlichen Beitrag, die Beziehungen zwischen Lebenden und Toten menschlicher zu machen. Der Anblick des toten Menschen, mit dem Lebenserinnerungen verbunden sind, wird dann nicht als Anfechtung empfunden, sondern ist eine wohltuende Hilfe auf dem Weg der Trauer.

Anubis überwachte die richtige Einbalsamierung (Mumifizierung). Im Grab empfing er die Mumie, vollzog die Zeremonie der Mundöffnung und führte die Seele zum „Feld der Himmlischen Opfergaben“, wobei er die Hand schützend auf die Mumie legte. Seit dem Alten Reich ist Anubis als Totenrichter belegt, der zusammen mit Thot das Jenseitsgericht leitet. Seine wichtigste Aufgabe bestand in der Überwachung des Seelenabwägens und sein Urteil war von entscheidender Bedeutung. Deshalb wurden die Gebete für die Toten auch an ihn gerichtet. Totenpriester trugen seine Maske während sie amtierten. Später, als Osiris Anubis als Gottheit der Toten ablöste, wurde Anubis als sein Untergebener gesehen und leitete nun die Wägung des Herzens beim Totengericht. Solche, welche den Test nicht bestanden, wurden danach von Ammit verschlungen.

