. .

Aktuellste Meldung

Unterwasser-Friedhof als Freizeitpark

Geplant sind 100.000 Gräber auf sechs Hektar Meeresgrund

mehr...

Neue Veranstaltung

Mumien – Körper für die Ewigkeit

Gemeinsame Ausstellung im Naturkundemuseum und im Museum für Sepulkralkultur, Kassel

mehr...

24 Stunden für Sie erreichbar!

(05 11) 957 857

Wiese Bestattungen, Hannover

Totenmasken

Totenmasken sind Gips- oder Wachsabdrücke vom Gesicht eines Verstorbenen.

Herstellung

Dazu wird zunächst das Gesicht eingefettet und danach mit weichem Wachs oder Gipsbinden ausgefüllt. Ist das Füllmaterial erstarrt, kann es dank der dünnen trennenden Fettschicht leicht abgenommen werden. Um ein Positiv zu erreichen, werden anschließend die Negativabdrücke ausgegossen. Dazu wird heute meist Gips oder Bronze, früher aber auch Gold verwendet.

Historie

Seit der Antike kennt man auch Totenmasken, die sich insbesondere während der Klassik großer Beliebtheit erfreuten, um sich an die Verschiedenen besser erinnern zu können. Viele Totenmasken bestanden in der Antike und im alten Ägypten aus Gold. Zu den bekanntesten zählt die Totenmaske des Tutanchamun. Eine weitere bekannte Maske eines Verstorbenen ist die Goldmaske des Agamemnon.

Unbearbeitete Totenmasken können den unvorbereiteten Betrachter durch den Anblick des eingefallenen Gesichts (wie z.B. bei der Totenmaske Friedrich des Großen) abschreckend wirken. Deshalb wurden in der Renaissance viele Totenmasken nachträglich bearbeitet, so dass sie keine unverfälschten Aufschlüsse über das tatsächliche Aussehen des Verstorbenen geben können. Hauptsächlich dienten sie in allen Zeiten dazu, aus den Masken Bildnisse oder Büsten herzustellen.

Erst im 19. Jahrhundert erkannte man ihren Eigenwert und ihre Bedeutung für die Kunst. Deshalb wurden von vielen bedeutenden Persönlichkeiten Totenmasken abgenommen. Bei manchen Personen wurde die Maske jedoch bereits zu Lebzeiten angefertigt.