Gute Versorgung im Pflegeheim

Die meisten Menschen wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben zu können. Wenn sich aber herausstellt, dass häusliche Pflege nicht mehr ausreicht oder nicht mehr möglich ist, wird die stationäre Pflege im Heim erforderlich. Doch eine gute Pflegeeinrichtung zu finden, ist nicht immer einfach und für die Betroffenen und ihre Angehörigen oftmals belastend, denn schließlich geht es um eine sehr wichtige Entscheidung. Nachfolgend haben wir einige allgemeine Informationen für Sie bereitgestellt.

Machen Sie sich selbst ein Bild

Die wichtigste Hilfe bei dieser Entscheidung besteht darin, sich selbst einen persönlichen Eindruck von der Qualität der in Frage kommenden Pflegeinrichtungen zu verschaffen. Am besten durch Besuche vor Ort und intensive Gespräche mit Pflegedienstleitungen und Fachkräften. Auch Erkundigungen im Bekanntenkreis oder bei Beratungsstellen können nützlich sein. Als Vorbereitung für Besuche und Informationsgespräche vor Ort eignen sich hervorragend die Checklistenangebote des Portals Weisse Liste.

Hilfreicher Wegweiser: Die Weisse Liste

Das Portal die Weisse Liste ist ein gemeinsames Projekt der Bertelsmann Stiftung und der Dachverbände großer Patienten- und Verbraucherorganisationen. Es steht unter der Schirmherrschaft des Bevollmächtigten der Bundesregierung für Patienten und Pflege und bietet zusätzlich zu den erwähnten Checklisten einen Pflegeheim-Finder.

Auch wenn die in der Weissen Liste zusammengetragenen Informationen lediglich einen ersten Anhaltspunkt geben sollen, sind sie doch bei weitem aussagekräftiger als die Noten des sogenannten Pflege-TÜV. Der auf der Weissen Liste angegebene Prozentwert gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang der Pflegedienst bzw. das Pflegeheim die Mindestanforderungen bei der gesetzlichen Qualitätsbewertung erfüllt. Je geringer der angegebene Wert der Zusammenfassung ausfällt, desto kritischer sollte die tatsächliche Pflegequalität hinterfragt werden. Während es in den offiziellen Pflegenoten häufig nicht auffällt, wenn Mindestanforderungen an die Pflege nicht berücksichtigt werden, erkennt man bei der Weissen Liste mit einem Blick, wie viele der überprüften Pflegekriterien tatsächlich erfüllt werden und inwieweit die Pflegequalität des jeweiligen Heims unter bzw. über dem Durchschnitt sämtlicher Pflegeheime gilt.

Umstrittene Entscheidungshilfe: Die Pflegenoten

Immer wieder ist der sogenannte Pflege-TÜV – ein System zur Benotung von Pflegedienstleistern auf Basis einer Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) – scharfer Kritik ausgesetzt. Bemängelt wird vor allem die Tatsache,  dass zwar rund zwei Drittel der bislang getesteten Heime gute bis sehr gute Bewertungen erhielten, Experten aber auch weiterhin grobe Mängel feststellten. Kritisiert wird auch die Gewichtung der Benotungskriterien; so könne es doch nicht angehen, dass beispielsweise eine gute Note für den ansprechend gestalteten Speiseplan  die schlechte Bewertung bei der Dekubitusprophylaxe (Vorbeugung vor Druckgeschwüren) wieder ausgleicht. Darüber hinaus bewertet das jetzige System hauptsächlich die Dokumentation der Pflege und weniger, wie gut die Pflege bei den Patienten wirkt.

Der Bundestag hat daher die grundlegende Reform der Bewertungssystematik beschlossen. Die ersten Prüfergebnisse nach der neuen Systematik sind jedoch für Pflegeheime frühestens ab 2019 zu erwarten, für Pflegedienste ab 2020. 

Aufgrund der bestehenden Mängel können wir die Pflegenoten als Entscheidungshilfe nicht wirklich empfehlen. Trotzdem finden Sie hier der Vollständigkeit halber die Veröffentlichungen der Pflegenot

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