Knigge für die Trauerfeier

Welche Kleidung wählt man? Wie drückt man den Hinterbliebenen seine Anteilnahme aus? – Viele Menschen sind unsicher, welches Verhalten bei einer Bestattung oder Beerdigung angemessen ist. Unser kleiner „Knigge für die Trauerfeier“ gibt Hilfestellung.

Ob schriftlich oder im persönlichen Gespräch: Worte der Anteilnahme und des Mitgefühls helfen Menschen auf ihrem Weg durch die Trauer. Welches der beste Zeitpunkt ist, um seine Anteilnahme persönlich auszudrücken, kommt ganz auf die jeweiligen Umstände an. So kann sowohl im Vorfeld der Trauerfeier der Kontakt zu den Hinterbliebenen gesucht werden, ebenso ist dies aber im Anschluss an die Trauerfeier oder Beisetzung möglich. 

Wenn Sie schriftlich kondolieren möchten: Unser Kondolenzratgeber hilft Ihnen dabei, die richtigen Worte zu finden.

Sehr selten kommt es vor, dass Hinterbliebene keine Kondolenzen oder andere Formen der Beileidsbekundung wünschen. Sie weisen dann in der Regel ausdrücklich in Trauerbrief oder Traueranzeige darauf hin.

Viele Trauergäste sind verunsichert, ob Kränze, Gestecke oder andere Blumen bei einer Trauerfeier angebracht sind. Mitunter bitten Angehörige in ihrer Traueranzeige ausdrücklich darum, anstelle von Blumen- oder Kranzspenden lieber eine wohltätige Einrichtung zu bedenken.

Anstelle eines Blumengebinde eine Alternative zu wählen, kann auch dann sinnvoll sein, wenn im Anschluss an eine Trauerfeier zunächst die Einäscherung erfolgt und die Beisetzung der Urne zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet. So bietet es sich in diesem Fall beispielsweise an, eine Trauerkarte zu schreiben und – falls dies angebracht ist – einen Geldschein für die Grabpflegeaufwendungen in den Kondolenzbrief zu legen. Es ist jedoch nicht notwendig, gänzlich auf Blumen zu verzichten. Eine einzelne Rose zu Beginn oder zum Ende der Trauerfeier vor dem Sarg oder der Urne abzulegen, ist in der Regel möglich.

Die Farbe Schwarz ist nach wie vor die klassische Trauerfarbe in der westlichen Welt und wird bei den meisten Trauerfeiern und Beisetzungen in Kombination mit weiß getragen.

Während für den Herrn ein Anzug mit weißem Hemd und schwarzer Krawatte üblich ist, trifft die Dame mit einem schwarzen Kleid, aber auch mit einem schwarzen Hosenanzug o.ä. eine gute Wahl.

Selten äußern die Angehörigen den Wunsch, dass die auf Trauerkleidung verzichtet werden soll. In diesen Fällen empfiehlt es sich, angemessene farbige Kleidung zu tragen.

Die Bestattungskultur in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. In den Städten wird mittlerweile mehrheitlich die Feuerbestattung und anschließende Urnenbestattung als Beisetzungsform gewählt. Viele Menschen sind nicht mehr Mitglied einer Religionsgemeinschaft. Der Ablauf einer Trauerfeier für einen verstorbenen Menschen ist aber nach wie vor fast unverändert.

Die Trauergäste sollten sich bis spätestens 15 Minuten vor Beginn der Trauerfeier eingefunden haben. Es ist üblich, dass die engsten Angehörigen die Kapelle zuerst betreten. Gegebenenfalls bleibt der engste Kreis der Angehörigen auch zunächst einige Minuten alleine in der Kapelle, bevor diese für die übrige Trauergemeinschaft geöffnet wird.

Die Sitzverteilung in der Kapelle richtet sich nach der verwandtschaftlichen und persönlichen Nähe zum Verstorbenen. Die engsten Familienmitglieder und Freunde sitzen in den ersten Reihen auf Seite des Geistlichen oder freien Sprechers, alle weiteren Trauergäste entsprechend in den weiteren Reihen.

Die ungefähr halbstündige Trauerfeier musikalisch wird von in der Regel drei bis vier Musikstücken umrahmt (zu Beginn, zur Mitte, zum Ende). Bei christlichen Trauerfeiern ist das gemeinsame Beten und Singen üblich.

Zum Ende der Trauerfeier werden Sarg oder die Urne entweder zum Grab getragen und beigesetzt oder verbleiben in der Kapelle.

Erfolgt im direkten Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung des Sarges oder der Urne, geht die Trauergemeinde von der Kapelle zum Grab. Dabei wird der Trauerzug vom Geistlichen oder freien Redner, dann von den engsten Familienangehörigen und schließlich vom Rest der Trauergemeinschaft gebildet. Gespräche während des Trauerzuges sind nicht angebracht; ebenso ist es unüblich, bereits auf dem Weg zum Grab den Hinterbliebenen zu kondolieren.

Am Grab angekommen, erfolgt die Beisetzung – begleitet von Worten des Geistlichen oder freien Redners. Nach der Beisetzung des Verstorbenen ist es üblich, an das Grab zu treten, kurz inne zu halten und eine kleine Menge Erde, Blumen oder Blütenblätter in das Grab zu werfen. Im Anschluss erfolgt die persönliche Kondolenz bei der Familie des Verstorbenen, die sich in der Regel in der Nähe des Grabes versammelt hat. Hier sind je nach Situation ein einfacher Händedruck, eine stille Umarmung aber auch Worte der Anteilnahme angebracht.

Häufig erfolgt die Urnenbeisetzung der Asche des Verstorbenen auch zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis. In diesem Fall bleibt der Sarg in der Kapelle stehen oder wird zum Bestattungsfahrzeug getragen, welches daraufhin den Friedhof verlässt.

Erfolgt im direkten Anschluss an die Trauerfeier die Beisetzung des Sarges oder der Urne, geht die Trauergemeinde von der Kapelle zum Grab. Dabei wird der Trauerzug vom Geistlichen oder freien Redner, dann von den engsten Familienangehörigen und schließlich vom Rest der Trauergemeinschaft gebildet. Gespräche während des Trauerzuges sind nicht angebracht; ebenso ist es unüblich, bereits auf dem Weg zum Grab den Hinterbliebenen zu kondolieren.

Am Grab angekommen, erfolgt die Beisetzung – begleitet von Worten des Geistlichen oder freien Redners. Nach der Beisetzung des Verstorbenen ist es üblich, an das Grab zu treten, kurz inne zu halten und eine kleine Menge Erde, Blumen oder Blütenblätter in das Grab zu werfen. Im Anschluss erfolgt die persönliche Kondolenz bei der Familie des Verstorbenen, die sich in der Regel in der Nähe des Grabes versammelt hat. Hier sind je nach Situation ein einfacher Händedruck, eine stille Umarmung aber auch Worte der Anteilnahme angebracht.

Häufig erfolgt die Urnenbeisetzung der Asche des Verstorbenen auch zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis. In diesem Fall bleibt der Sarg in der Kapelle stehen oder wird zum Bestattungsfahrzeug getragen, welches daraufhin den Friedhof verlässt.

Als Trauergast wird man in der Regel durch den Trauerbrief, eine persönlich ausgesprochene Einladung oder vom Pastor oder freien Redner mit allen Trauergästen gemeinsam zum Beerdigungskaffee eingeladen. Die Trauergäste bedanken sich bei der Familie für die Einladung.

Üblicherweise werden bei dem ca. 90-minütigem Zusammentreffen Kaffee und Kuchen, Schnittchen und/oder Suppe gereicht. Es ist zu beachten, dass die Gastgeber in der Regel weitere Getränke zusätzlich zahlen müssen.

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