Anonyme Bestattung und ihre Alternativen

Viele Friedhöfe bieten heute ein anderes Bild als noch vor einigen Jahren. Immer häufiger sind begrünte Freiflächen ohne Grabmale oder Grabbepflanzung zu sehen – anonyme Grabfelder für die Urnenbestattung der Asche Verstorbener. Was sind die Hintergründe für diesen Wandel in der Bestattungskultur – und welche Alternativen gibt es?

Ein Ratgeber von Wiese Bestattungen

Stöckener Friedhof, Urnenufergrab

Einer aktuellen Schätzung nach wird in Hannover bereits etwa jeder fünfte Verstorbene anonym beigesetzt. Bei der namenlosen Bestattung können die Angehörigen nicht anwesend sein; sie erfahren nicht den genauen Ort der Beisetzung, müssen auf gemeinschaftliche Sammelplätze für Blumenspenden zurückgreifen und auf jegliches Aufstellen von Gedenkzeichen verzichten.

Und doch entscheiden sich immer mehr Menschen für die anonyme Beisetzung – zumeist aus ganz praktischen und nüchternen Beweggründen: Die einen möchten den Angehörigen mit der Grabpflege nicht zur Last fallen, andere haben niemanden, der sich um das Grab kümmern könnte. Auch wirtschaftliche Aspekte spielen häufig eine Rolle, beispielsweise die Kosten für einen aufwendigen Grabstein.

Der Trauer einen Ort geben

Beweggründe und Motive wie die hier beispielhaft genannten mögen auf den ersten Blick durchaus einleuchtend erscheinen. Tatsächlich stellt aber eine anonyme Bestattung für manche Angehörige keineswegs eine Entlastung dar – sondern macht es ihnen häufig noch schwerer, ihre Trauer zu verarbeiten, wenn sie bei der Beisetzung nicht anwesend sein können und sie den genauen Ort des Grabes nicht kennen.

Doch mittlerweile gibt es auf den Friedhöfen Hannovers Alternativen zur anonymen Bestattung auf dem Gemeinschaftsgrabfeld – angefangen beim Rasengrab über die Baum- oder Waldbestattung, bis hin zu Bestattungen an schönen historischen Grabmalen, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Alle diese Grabarten geben den Angehörigen einen konkreten Ort für ihre Trauer und sind dabei pflegefrei, kommen also ohne Grabpflege aus. Gerne beraten wir Sie, welche Grabart für Sie in Frage kommt.

Stefan Burmeister-Wiese