Bestattungsfachkraft – ein ganz besonderer Beruf

Adriana Hesse (links im Bild) und Miriam Martin (rechts im Bild) geben Einblick in ihre Ausbildung zur Bestattungsfachkraft bei Wiese Bestattungen.

Der Beruf des Bestatters ist erst vor etwa zweihundert Jahren entstanden. Die offizielle Berufsbezeichnung lautet heute Bestattungsfachkraft, und seit 2007 ist eine bundesweit einheitliche duale Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz möglich. Sie dauert drei Jahre. Weil unsere beiden Auszubildenden Adriana Hesse und Miriam Martin von Bekannten immer wieder Sätze zu hören bekommen wie „Du arbeitest als Bestatter? – Also ich könnte das nicht!“, möchten sie an dieser Stelle ein wenig von ihrem Ausbildungsalltag berichten.

Duale Ausbildung

„Parallel zur praktischen Ausbildung bei Wiese Bestattungen haben wir natürlich auch Blockunterricht an der Berufsschule“, erzählt Miriam Martin, die im zweiten Ausbildungsjahr steht.

Adriana Hesse befindet sich bereits im dritten Ausbildungsjahr; zurzeit nimmt sie an einem von insgesamt drei überbetrieblichen Lehrgängen im Bundesausbildungszentrum der Bestatter im bayrischen Münnerstadt teil, auf denen besondere Lerninhalte vermittelt werden: „Zum Beispiel lernen wir auf einem eigens dafür angelegten Lehrfriedhof das fachgerechte Anlegen von Gräbern“, sagt sie. „Insgesamt umfasst die Ausbildung zwölf Lernfelder. Besonders hohen Stellenwert hat die fundierte Beratung der Angehörigen.“

Die auf die Wünsche der Verstorbenen zugeschnittene Dekoration der Trauerfeier ist genauso Bestandteil der Ausbildung wie die Besonderheiten von Sarg und Urne, die im Warenkundeunterricht vermittelt werden. Außerdem lernen die Auszubildenden den würdigen und fachkundigen Umgang bei der hygienischen Versorgung von Verstorbenen. 

Doch der schulische Teil ist nur eine Seite der Ausbildung. „Im Betrieb lernen wir dann den echten Arbeitsalltag kennen und eine riesige Vielzahl von Details, die beachtet werden müssen“, berichtet Miriam Martin: „Welche Grabart gibt es auf welchem Friedhof? Wo kann ich auch noch ganz kurzfristig ein Kammerquartett für eine Trauerfeier buchen? Wie viele Personen sind für die Sargaufbahrung in einer bestimmten Kirche erforderlich?“ – In der Tat ist das erforderliche Praxis-Know-how so umfassend, dass das Haus Wiese bei neuen Mitarbeitern eine Einarbeitungszeit von rund einem Jahr einplant, wie Geschäftsführer Stefan Burmeister-Wiese unterstreicht.

Herausforderungen

Die Angehörigen beraten, Bestattungen und Trauerfeiern organisieren, die Trauergäste betreuen und die Verstorbenen versorgen – keine Frage, die Tätigkeit als Bestattungsfachkraft ist vielseitig, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Sie erfordert ein hohes Maß an Empathie und Sensibilität und bringt ganz besondere Herausforderungen mit sich, denn der Umgang mit Tod und Trauer ist nicht einfach: „Jeden Tag wird man an die eigene Lebenssituation und die eigene Sterblichkeit erinnert“, sagen die beiden Auszubildenden. „Da ist der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen eine große Hilfe.“ Doch auf jeden Fall haben sie den richtigen Beruf gewählt, darin sind sich Adriana Hesse und Miriam Martin einig: „Unseren Dienst erweisen wir den Verstorbenen, noch mehr aber den Lebenden. Menschen in schweren Zeiten eine Stütze sein zu können und ihre aufrichtige Dankbarkeit zu erfahren – das macht diesen Beruf zu etwas ganz Besonderem.“

Karriere bei Wiese Bestattungen

Wiese Bestattungen, das älteste familiengeführte Bestattungsunternehmen in Hannover, begreift sich als Dienstleister aus Überzeugung. Finden Sie bei uns Ihre neue berufliche Perspektive.