Digitale Lasten

Fast jeder Mensch hat so seine kleinen Geheimnisse. Die allermeisten sind völlig harmlos, doch es gibt auch Aktivitäten im Netz, die für die Hinterbliebenen eine Last darstellen würden, wenn sie denn bekannt werden.

Wie also sollten sich Erben verhalten, wenn sie beim Sichten des digitalen Nachlasses zum Beispiel feststellen, dass der Verstorbene sogenannte Filesharing-Netzwerken unerlaubt Filme oder Musik ins Netz eingestellt hatte oder in einer Facebook Gruppe Mitglied war, die von den Angehörigen als unpassend empfunden wird?

Sich selbst Ärger und Umstände ersparen

Millionenfach wird heute das Internet zum Tausch von urheberrechtlich geschützten Werken (Filme, Musik, Bücher, Spiele etc.) genutzt. Doch auch wenn das unzulässige Vervielfältigen fast alltäglich geworden ist, handelt es sich dabei keineswegs um Kavaliersdelikte. Regelmäßig gehen Verlage und andere Rechteinhaber juristisch zum Beispiel gegen das unbefugte Hochladen in sogenannte Torrent-Netzwerke vor; wer ermittelt wird, muss mit zum Teil gravierenden Strafzahlungen rechnen.

Das mögliche Problem: Das Internet ist ja keineswegs anonym; wer im Netz aktiv ist, hinterlässt Spuren, die in der Regel zurückverfolgt werden können – und zwar über die IP-Adresse des Routers. 

Wenn Erben also zum Beispiel einen Internetanschluss übernehmen, über den unerlaubte Uploads („Seeds“) durchgeführt worden sind, sehen sie sich unter Umständen mit Abmahnungs-Forderungen konfrontiert und müssen nachweisen, dass nicht sie die Dateien hochgeladen haben. 

Es ist daher auf jeden Fall sinnvoll, noch bestehende Torrent-Verbindungen zu beenden und zum Beispiel auch zu überprüfen, ob bei Cloud-Diensten wie etwa Dropbox urheberrechtlich geschützte Dateien mit auffälligen Freigaben eingestellt worden sind.

Das Andenken des Verstorbenen in Ehren halten

Wahrscheinlich werden sie sich dafür entscheiden, entsprechende Accounts zu löschen oder die Zugehörigkeit zu als unpassend empfundenen Gruppen in sozialen Netzwerken zu beenden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Zugangsdaten zu den entsprechenden Plattformen bekannt sind. Der von Wiese angebotene Online-Formalitätenservice kann hier hilfreich sein. Wir informieren Sie gerne ausführlich über diesen innovativen Service – bitte vereinbaren Sie telefonisch unter 0511 957857 einen Gesprächstermin oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Wir beraten Sie gerne:

Fragen und Antworten rund um die digitale Nachlassverfügung
Wir beraten Sie unabhängig über alle unterschiedlichen Möglichkeiten und helfen Ihnen dabei, die für Sie optimale Lösung zu finden.

So regeln Sie
digitalen Nachlass
Online-Accounts auflösen
– aber wie?
Selbstdatenschutz und
Passwortmanagement