Online-Accounts auflösen – aber wie?

Die Online-Konten eines verstorbenen Angehörigen aufzulösen, ohne die Zugangsdaten zu kennen, ist nicht ganz einfach. Je nach Anbieter sind Regelungen unterschiedlich. Hier ein Überblick, wie bei einigen besonders häufig genutzten Diensten verfahren wird.

Facebook

Nur wer sich als unmittelbarer Familienangehöriger ausweist (zum Beispiel durch Vorlage der Sterbeurkunde), kann die Kontenlöschung beantragen. Es gibt auch die Möglichkeit, ein Facebook-Konto in den „Gedenkzustand“ zu versetzen. Volljährige Facebook-Nutzer können ihrem Konto einen sogenannten Nachlasskontakt hinzufügen und dieser Person des Vertrauens gestatten, ausgewählte Optionen durchzuführen – von der Aktualisierung des Titelbildes über das Verfassen eines fixierten Beitrags bis zum Herunterladen einer Kopie der geteilten Inhalte.

Flickr

Die Regeln bei der Foto-Community Flckr sind strikt: Angehörige erhalten keinen Zugriff auf das Profil des Verstorbenen. Bei Vorlegen der Sterbeurkunde kann die Accountlöschung beantragt werden. Flickr-Accounts sind nicht übertragbar; alle Rechte an dem Account und den gespeicherten Daten erlöschen mit dem Tod des Nutzers: Das geht aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Yahoo hervor, die auch für Flickr gelten.

Google

Im sogenannten „Konto-Inaktivitätsmanager“ kann man als Google-Nutzer bis zu zehn Personen benennen, die automatisch benachrichtigt werden sollen, wenn das Konto über einen frei wählbaren Zeitraum hin inaktiv geblieben ist. Der Nutzer kann bestimmen, wer auf welche Daten Zugriff haben darf. Auch eine automatische Löschung kann eingerichtet werden. Ist der Manager nicht aktiviert worden, bleibt den Angehörigen nur die Möglichkeit, sich direkt an Google zu wenden. Kunden des Hauses können selbstverständlich unseren Online-Formalitätenservice in Anspruch nehmen. Wir informieren Sie gerne ausführlich über diesen innovativen Service – bitte vereinbaren Sie telefonisch unter 0511 957857 einen Gesprächstermin oder nutzen Sie das Kontaktformular.

Twitter

Angehörige erhalten keinen Zugriff auf das Profil des Verstorbenen. Um als Nachlassverwalter oder direktes Familienmitglied den Tod des Verstorbenen bei Twitter anzuzeigen, ist eine Fülle von Dokumenten erforderlich: Kopie der Sterbeurkunde; Kopie des Personalausweises; Todesanzeige; die eigenen Kontaktdaten einschließlich E-Mail-Adresse und Nachweis der Beziehung zum Verstorbenen, beides notariell beglaubigt und eigenhändig unterschrieben. Liegen diese Nachweise vor, wird der Account zunächst inaktiv geschaltet und nach 30 Tagen endgültig gelöscht.

Auch hier ist natürlich die Inanspruchnahme des Online-Formalitätenservice für Wiese-Kunden der weitaus einfachere Weg. Wir informieren Sie gerne ausführlich über diesen innovativen Service – bitte vereinbaren Sie telefonisch unter 0511 957857 einen Gesprächstermin oder nutzen Sie das Kontaktformular.

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