Glossar Bestattungsvorsorge

Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich zur den Möglichkeiten der Bestattungsvorsorge. Auch der Abschluss eines Bestattungsvorsorgevertrages ist kostenlos. Lediglich für die Einrichtung und Verwaltung eines Treuhandkontos berechnen wir unsere Arbeitszeit für die gesamte Dauer der Kontoverwaltung mit einmalig €118,–. Dieser Betrag wird bei Eintreten des Sterbefalles oder Auflösen des Treuhandkontos fällig. Weitere Kosten entstehen nicht.

Eine Bestattungsvorsorge ist ein normaler Vertrag zwischen dem Vorsorgenden und unserem Bestattungshaus. Der Vertrag kann vom Vorsorgenden oder dessen Bevollmächtigten jederzeit schriftlich gekündigt werden. Dies kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn durch Umzug des Vorsorgenden eine große räumliche Distanz zwischen Sterbe- und vertraglich festgelegtem Beisetzungsort entsteht. Sprechen Sie in solchen und vergleichbaren Fällen mit uns – wir werden mit Sicherheit eine gute Lösung finden. Auch besteht die Möglichkeit sich vor der möglichen Kündigung seines Bestattungsvorsorgevertrages durch einen Bevollmächtigten zu schützen. Dies kann bspw. sinnvoll sein, wenn unliebsamen Verwandten oder gesetzlichen Betreuern die Betreuung zugesprochen wird und diese die eigenen Wünsche zur Bestattung nicht berücksichtigen würden. Durch eine Eintragung des Bestattungsvorsorgevertrages bei der Bundesnotarkammer ist ihr Vorsorgevertrag vor einer Kündigung geschützt.

Die in Deutschland bestehende Bestattungspflicht ist in den entsprechenden Bestattungsgesetzen der Bundesländer geregelt. Innerhalb der gesetzlichenen Fristen sind in der Reihenfolge des jeweiligen Gesetzes aufgeführten nächsten Angehörigen der verstorbenen Person dazu verpflichtet, für eine ordnungsgemäße Bestattung zu sorgen. Für die Kosten der Bestattung müssen grundsätzlich die Erben oder Unterhaltspflichtigen von Verstorbenen aufkommen. Der Auftraggeber der Bestattung kann sich von den Erben die Kosten der Bestattung ersetzen lassen. In diesen Fällen ist allerdings vorab eine eingehnde Beratung anzuraten. 

siehe unter Sterbegeldversicherung

Zum 1. April 2017 ist das Schonvermögen nach § 90 SGB XII von 2.600 Euro auf 5.000 Euro angehoben worden. Da für die Bestattungsvorsorge eine eigenes Schonvermögen angespart werden darf, besteht jetzt die Möglichkeit, über ein Treuhandkonto in Verbindung mit einem Bestattungsvorsorge-Vertrag oder im Rahmen einer Sterbegeldversicherung auch nach Beginn der Zahlungen von Sozialleistungen noch Geld für eine angemessene Bestattungsvorge anzusparen.

Im Sozialrecht werden mit dem Begriff »Schonvermögen« diejenigen Vermögensgegenstände, die auch bei Hilfebedürftigkeit nicht zum Bestreiten des Lebensunterhalts herangezogen zu werden brauchen. Im Sinne der Härtefallregelung nach § 90 SGB XII gelten auch die im Rahmen eines Bestattungsvorsorgevertrags angesparten Leistungen als Schonvermögen.

Die Einrichtung eines Sparkontos als Mittel der Bestattungsvorsorge kann nicht empfohlen werden. Rücklagen auf Sparkonten gehören nicht – ebenso wie Bargeldbeträge – zum Schonvermögen für die Bestattung und sind vor dem Zugriff des Sozialamtes nicht gesondert geschützt. Außerdem ist, anders als bei einem Bestattungsvorsorge-Vertrag, nicht sichergestellt, dass dem Willen und den Wünschen des Verstorbenen in Bdezug auf die Durchführung der eigenen Bestattung entsprochen wird.

Auch eine Sterbegeldversicherung – manchmal auch Bestattungsversicherung genannt – kann eine vernünftige Möglichkeit der Bestattungsvorsorge darstellen. Das Prinzip: Eine vorher vertraglich festgelegte Summe wird nach dem Tod des Versicherungsnehmers an die Angehörigen ausbezahlt, die sie zwingend für die Begleichung der Bestattungskosten verwenden müssen. Inwieweit der Abschluss einer Sterbegeldversicherung sinnvoll ist, hängt stark von den jeweiligen persönlichen Lebensumständen ab. Wir unterstützen Sie gerne bei der Entscheidungsfinding und empfehlen Ihnen das individuelle Beratungsgespräch bei uns im Hause.

Der Begriff der Totenfürsorge umschließt das Recht und zugleich auch die Pflicht, sich um den Leichnam eines Verstorbenen zu kümmern. Zum Totenfürsorgerecht gehört unter anderem die Entscheidung über Art und Ort der Bestattung gemäß dem Willen des Verstorbenen. Dieser kann zu Lebzeiten das Recht der Totenfürsorge den Angehörigen entziehen und auf dem Wege einer sogenannten postmortalen Vollmacht auf einen Dritten übertragen. Dies kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn keine Angehörigen vorhanden sind, die sich um die Bestattung kümmern könnten. 

Die Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG ist eine Serviceeinrichtung des Bundesverbandes Deutscher Bestatter und des Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur. Sie ist spezialisiert auf die Verwaltung von Geldern, die für die Bestattungsvorsorge gedacht sind. Die Treuhand unterliegt dem strengen deutschen Aktienrecht und wird von einem Aufsichtsrat kontrolliert. Einlagen sind durch eine Ausfallbürgschaften verschiedener Sparkassen und Volksbanken abgesichert. Ein Konto bei der Deutsche Bestattungsvorsorge Treuhand AG ist für den Vorsorgenden kostenlos.

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