Ökologische und nachhaltige Bestattungen: Abschied nehmen im Einklang mit der Umwelt

Öko-Bestattung: Abschied im Einklang mit der Umwelt

Immer mehr Menschen versuchen heute, ihr Leben umweltverträglicher zu organisieren – indem sie zum Beispiel unnötigen Energieverbrauch vermeiden oder bevorzugt Naturprodukte statt Kunststoffe verwenden. Auch das Thema Bestattung wird immer häufiger unter ökologischen und nachhaltigen Aspekten wahrgenommen.  

Urnen-Bestattung oder Sarg – was ist „grüner“?

Auf den ersten Blick sollte man meinen, dass die Urnen-Bestattung die „grünere“ Lösung wäre. Schließlich bleibt nach der Kremation des Leichnams lediglich eine relativ kleine Menge Asche zurück, die in einer Urne mit nur wenig Flächenbedarf beigesetzt werden kann.

Aber so eindeutig ist die Lage nicht: Schließlich entstehen beim Verbrennungsvorgang große Mengen an klimaschädlichem CO2 und es wird dabei sehr viel Primärenergie (Strom oder Gas) verbraucht. Außerdem werden in ganz erheblichem Maße Schadstoffe und Medikamentenrückstände freigesetzt, die sich zu Lebzeiten im Körper des Verstorbenen angereichert haben. So wurde zum Beispiel nachgewiesen, dass die Krematorien in Großbritannien durch die Verbrennung von Amalgamfüllungen für sechzehn Prozent der Gesamt-Quecksilberemissionen verantwortlich sind.

Ökologische Alternative: Erdbestattung

Ist also die traditionelle Erdbestattung im Sarg die ökologischere Alternative? – Auch das lässt sich so pauschal nicht sagen, denn bei der Zersetzung des Organismus belasten Schwermetalle, Rückstände und andere Schadstoffe den Boden und können unter Umständen sogar ins Grundwasser gelangen. Auch künstliche Hüftgelenke, Implantate, Schrittmacher oder Zahnprothesen verbleiben bei der Erdbestattung im Körper des Verstorbenen.

Auf natürliche Materialien achten

Ob Erd- oder Feuerbestattung: Wer auf einen möglichst günstigen „ökologischen Fußabdruck“ Wert legt, sollte vor allem bei der Wahl des Sargs auf natürliche Werkstoffe achten. In Frage kommen vor allem Vollholzsärge aus nachhaltiger heimischer Holzwirtschaft. Statt lösemittelhaltiger Lacke, Leime und Kunststoffe können natürliche Öle oder Wachse zur Oberflächenbehandlung des Holzes verwendet werden; Metall- oder Kunststoffgriffe lassen sich durch solche aus Holz oder Hanfseil ersetzen. Auch zur Innenausstattung des Sarges eignen sich Naturstoffe. So können zum Beispiel die Sargpolster problemlos mit Sägespänen oder Holzwolle befüllt werden. Für die Kleidung des Verstorbenen bieten sich ebenfalls vergängliche Materialien, so etwa Baumwolle, Hanffasern oder Seide.

FSC-zertifizierte Papiere für die Trauerdrucksachen

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, den letzten Abschied im Einklang mit der Umwelt zu gestalten. So können Sie sich zum Beispiel für FSC-zertifizierte Papieren und Kuverts für die Trauerdrucksachen entscheiden. Oder Sie verzichten gänzlich auf Druck und Postversand und informieren online über unser Gedenkportal über Ort und Termin von Trauerfeier oder Beisetzung.

Saisonaler Blumenschmuck 

Dem Gedanken, Ressourcen zu schonen und unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden entspricht es auch, jahreszeitgemäßen Blumenschmuck aus regionalem Freilandanbau für Trauerfeier und heimische Gehölze und Stauden für die Grabgestaltung zu wählen. Wenn Sie zudem den Anteil an Wechselbepflanzung klein halten, verringert das Wasserverbrauch und Gießaufwand.

Floristen in der Region Hannover (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Grabstein aus regionalen Steinbrüchen

Ein Grabmal aus Naturstein regionaler Steinbrüche entspricht mehr dem Gedanken der Nachhaltigkeit als ein aus afrikanischen Hartgesteinen oder brasilianischen Quarziten gefertigtes.

Und warum nicht sogar über das Thema „Grabstein-Recycling“ nachdenken, also über die Umarbeitung alter, nicht mehr verwendeter Grabmäler?

Steinmetze in der Region Hannover (ohne Anspruch auf Vollständigkeit)

Die hannoverschen Friedhöfe – wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Die insgesamt neunzehn hannoverschen Stadtfriedhöfe sind nicht nur Orte für Bestattungen, Grabpflege und würdiges Gedenken, sondern bilden aufgrund ihrer parkartigen Anlage auch mitten in der Großstadt Oasen der Ruhe und Besinnung für die Lebenden. Zugleich sind sie wertvoller Lebens- und Rückzugsraum für Brutvögel, Fledermäuse, Laufkäfer, Bienen und viele weitere Tierarten.

In ökologischer Hinsicht sind aber auch die kurzen und deshalb emissionsarmen Überführungsfahrten für den Bestatter erwähnenswert – und natürlich die gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV.

Professionelle Beratung und optimale Preistransparenz

Diese Übersicht macht deutlich: Für eine ökologisch sinnvolle Bestattung ist eine ganze Reihe von Aspekten zu beachten. Wir beraten Sie gerne umfassend und kompetent, selbstverständlich auch zu den Kosten.

 

 

Wir sind für Sie da – einfach Termin vereinnaren

Die beste Entscheidungshilfe: Die professionelle Beratung durch eine erfahrene Fachkraft. Möchten Sie einen Termin für das persönliche Beratungsgespräch vereinbaren? – Sie erreichen uns rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0511 957857. Möchten Sie, dass wir Sie kontakten? – Dann nutzen Sie einfach unser Rückruf-Formular.

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