Sozialbestattung

Bei einem Todesfall sind die bestattungspflichtigen Verwandten (in Niedersachsen: Ehegattin/Ehegatte bzw. eingetragene Lebenspartnerin/-partner, Kinder, Enkelkinder, Eltern, Großeltern, Geschwister) dazu verpflichtet, für die Bestattung zu sorgen. Diese Pflicht ist zunächst unabhängig davon, ob ein Erbe angenommen oder ausgeschlagen wird. Kümmern sich die Bestattungspflichtigen nicht um die Bestattung des Verstorbenen, führt das Ordnungsamt eine zwangsweise Bestattung durch und stellt den Bestattungspflichtigen die Kosten in Rechnung. 

Können die bestattungspflichtigen Verwandten aber die Kosten nicht tragen, haben sie die Möglichkeit, eine Sozialbestattung beim zuständigen Sozialamt zu beantragen. Damit dem Antrag stattgegeben werden kann, ist eine Überprüfung der Vermögensverhältnisse aller bestattungspflichtigen Angehörigen gegenüber dem Sozialamtnötig. Erst wenn alle Bestattungspflichtigen Angehörigen Ihre Vermögensverhältnisse offen gelegt haben, wird über den Antrag vom Sozialamt entschieden.

Erkennt das Sozialamt den Antrag auf Sozialbestattung an, zahlt es die Bestattungskosten direkt an den Bestatter. Die Antragsprüfung dauert ca. 6 Wochen. Allerdings werden mehr als 60 Prozent der Anträge abgelehnt, das Risiko eines Zahlungsausfalles ist also sehr hoch. Deshalb müssen die Angehörigen bei den meisten Bestattungshäusern in Hannover die Kosten zunächst verauslagen.

Kostenübernahme kann auch beantragt werden, wenn die Bestattung bereits in Auftrag gegeben oder bereits durchgeführt wurde. Wenn die Bestattungskosten allerdings zu hoch gewesen sind, muss der Antragsteller, der die Bestattung in Auftrag gegeben hat, die Differenz selbst bezahlen.

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