Das Trauermahl – in der Gemeinschaft Halt finden

Ein Brauch, der in weiten Teilen Europas seit vielen Jahrhunderten bekannt ist: Nach einer Beisetzung oder Trauerfeier versammeln sich die Hinterbliebenen zu einem gemeinsamen Essen. Aus gutem Grund ist die Tradition des „Trauermahls“ – regional als Leichenschmaus oder Trauerkaffee bekannt – auch heute noch aktuell.

Den Abschied leben – das ist die Botschaft, die das gemeinsame Trauermahl vermittelt. Es zeigt, dass auch der Tod zum Leben gehört. Das Trauermahl bietet den Trauernden Gelegenheit, mit Geschichten, Anekdoten und gemeinsamen Erlebnissen an den Verstorbenen zu erinnern und ihre Wertschätzung auszudrücken: eine unschätzbare Hilfe, um schmerzhafte Emotionen zu bewältigen. Vor allem den engsten Angehörigen kann die Gemeinschaft der Trauergäste Halt geben.

Wer wird zum Trauermahl eingeladen?

In der Regel laden die engsten Angehörigen diejenigen Menschen zum Trauermahl ein, die in besonderem Kontakt zum Verstorbenen gestanden haben, also zum Beispiel weitere Verwandte und gute Freunde, eventuell aber auch Arbeitskollegen, Vereinskameraden oder Nachbarn. Die Einladung erfolgt gewöhnlich im Trauerbrief, kann aber auch persönlich bei der Trauerfeier oder direkt am Grab ausgesprochen werden. Ein selbstverständliches Gebot der Höflichkeit ist es, nicht ohne Einladung am Trauermahl teilzunehmen.

Wo werden Trauermahl oder Trauerkaffee ausgerichtet?

Üblich ist es, das Trauermahl in einem Restaurant oder Café auszurichten und sich vorher mit dem Gastwirt über den Rahmen und die Zahl der Gäste abzustimmen. Gerne wird eine Lokalität gewählt, die der auch der Verstorbene gerne besucht hatte. Auf unserer Website www.wiese-bestattungen.de finden Sie unter dem Stichwort Trauercafés eine Liste von in Friedhofsnähe gelegenen Gastronomiebetrieben in der Region Hannover.

Was wird zur Bewirtung angeboten?

In früheren Zeiten war es vielfach üblich, die Trauergäste besonders opulent zu bewirten, ihnen also „etwas Besseres“ zu bieten, als man sich selbst im Allgemeinen leistete. Heute werden je nach Tages- und Jahreszeit meist einfache Suppen, belegte Brötchen oder auch Blechkuchen gereicht. Denn im Mittelpunkt steht ja nicht das festliche Mahl, sondern das Gemeinschaftserlebnis und das Miteinander.

Darf beim Trauermahl auch gelacht werden?

Auf jeden Fall! Das gesellige Zusammensein soll ja gerade dazu beitragen, wieder den Weg zurück ins Leben zu finden. Und indem sich Angehörige und Trauergäste gemeinsam an die vielen guten Zeiten und Erlebnisse mit dem Verstorbenen erinnern finden sie in einer gelösten Stimmung gemeinsamen Trost.

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