Bestattungsfachkraft: Ein ganz besonderer Beruf

Herzlichen Glückwunsch: Unsere ehemalige Auszubildende Miriam Martin hat ihre Prüfung zur Bestattungsfachkraft bestanden! Warum sie sich für diesen ganz besonderen Beruf entschieden hat und wie die Ausbildung aufgebaut ist, erfahren Sie hier.

Der Beruf des Bestatters ist erst vor etwa zweihundert Jahren entstanden. Die offizielle Berufsbezeichnung lautet heute Bestattungsfachkraft, und seit 2007 ist eine bundesweit einheitliche duale Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz möglich. Sie dauert drei Jahre. Unsere ehemalige Auszubildende Miriam Martin hat kürzlich die Prüfung zur Bestattungsfachkraft bestanden und blickt an dieser Stelle auf ihren Ausbildungsalltag zurück.

Insgesamt umfasst die Ausbildung zwölf Lernfelder. Sehr hohen Stellenwert hat die fundierte Beratung der Angehörigen. Besondere Lerninhalte werden an in den überbetrieblichen Lehrgängen im Bundesausbildungszentrum der Bestatter im bayrischen Münnerstadt vermittelt: "Hier habe ich zum Beispiel auf einem eigens dafür angelegten Lehrfriedhof das fachgerechte Anlegen von Gräbern gelernt", berichtet  Miriam Martin.

Duale Ausbildung

Die auf die Wünsche der Verstorbenen zugeschnittene Dekoration der Trauerfeier ist genauso Bestandteil der Ausbildung wie die Besonderheiten von Sarg und Urne, die im Warenkundeunterricht vermittelt werden. Weil die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dual angelegt ist, ist der Blockunterricht an der Berufsschule nur der eine Teil. Miriam Martin: „Hier bei Wiese Bestattungen habe ich dann den echten Arbeitsalltag kennengelernt – und dazu die riesige Vielzahl von Details, die beachtet werden müssen: Welche Grabart gibt es auf welchem Friedhof? Wo kann ich auch noch ganz kurzfristig ein Kammerquartett für eine Trauerfeier buchen? Wie viele Personen sind für die Sargaufbahrung in einer bestimmten Kirche erforderlich?

In der Tat ist das erforderliche Praxis-Know-how so umfassend, dass das Haus Wiese bei neuen Mitarbeitern eine Einarbeitungszeit von rund einem Jahr einplant, wie Geschäftsführer Stefan Burmeister-Wiese unterstreicht.

Herausforderungen

Die Angehörigen beraten, Bestattungen und Trauerfeiern organisieren, die Trauergäste betreuen und die Verstorbenen versorgen – keine Frage, die Tätigkeit als Bestattungsfachkraft ist vielseitig, anspruchsvoll und abwechslungsreich. Sie erfordert ein hohes Maß an Empathie und Sensibilität und bringt ganz besondere Herausforderungen mit sich, denn der Umgang mit Tod und Trauer ist nicht einfach: „Jeden Tag wird man an die eigene Lebenssituation und die eigene Sterblichkeit erinnert“, sagt Miriam Martin. „Da ist der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen eine große Hilfe.“ Doch auf jeden Fall hat sie den richtigen Beruf gewählt, darin ist sie sich völlig sicher: „Als Bestattungsfachkraft erweise ich den Verstorbenen einen wichtigen Dienst, noch mehr aber den Lebenden. Menschen in schweren Zeiten eine Stütze sein zu können und ihre aufrichtige Dankbarkeit zu erfahren – das macht diesen Beruf zu etwas ganz Besonderem.“