Die Kremationsverfügung: Willensbekundung zur Feuerbestattung

Weit über die Hälfte aller Bestattungen in Hannover sind Urnenbestattungen. Nicht immer fällt es den Angehörigen leicht, die Wahl zwischen Erd- und Feuerbestattung zu treffen. Insbesondere wenn der Wille des Verstorbenen in diesem Punkt unbekannt war, kann es zu Streitigkeiten in der Familie kommen. Hier schafft die Willensbekundung zur Feuerbestattung Abhilfe.

Die Willensbekundung zur Feuerbestattung gehört zu den über den Tod hinaus gültigen Willenserklärungen. Spezielle Formvorschriften gibt es nicht, doch sollte aus dem Dokument zweifelsfrei hervorgehen, dass die getroffenen Verfügungen dem Willen des Verfassers entsprechen, bei klarem Verstand und ohne Zwang entstanden sind. Dies gilt als nachgewiesen, wenn die Kremationsverfügung handschriftlich unterzeichnet ist. Wenn ein Vordruck verwendet wird, kann es sinnvoll sein, zusätzlich einen Zeugen unterschreiben zu lassen; das kann ein Angehöriger sein oder zum Beispiel auch der Hausarzt. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht erforderlich.

Inhalt der Kremationsverfügung

Damit kein Zweifel an Zweck und Gültigkeit der Verfügung aufkommen kann, sollte das Dokument mit einer entsprechenden Überschrift sowie mit Erstellungsort und Datum versehen sein. Der Verfasser identifiziert sich mit Vor- und Zunamen, Anschrift und seinem Geburtsdatum. Der Wille zur Einäscherung muss eindeutig und unmissverständlich formuliert sein, zum Beispiel durch den Satz: „Ich wünsche, dass meine sterblichen Überreste eingeäschert werden.“

Was passiert, wenn keine Willensbekundung vorliegt?

Liegt keine Willensbekundung des Verstorbenen vor, sind die totenfürsorgeberechtigten Angehörigen dafür zuständig, die Entscheidungen zur Bestattung zu treffen. Bei unterschiedlichen Ansichten in der Familie kann es hier aber schnell zu Streitigkeiten kommen.

Die Angehörigen beim Verfassen der Verfügung einbeziehen

Eine Kremationsverfügung ist auf jeden Fall sinnvoll. Sie sollte aber nicht „allein im stillen Kämmerlein“ abgefasst werden; besser ist es, die Inhalte mit den Angehörigen gemeinsam zu besprechen. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn in der Verfügung eine bestimmte Bestattungsform genannt wird, bei der es – wie zum Beispiel bei der Seebestattung oder auch bei der anonymen Bestattung auf einem Gemeinschaftsgrabfeld – keine Grabstätte gibt, die später als Ort des Gedenkens und der Erinnerung besucht werden kann. 

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Download der Kremationsverfügung

Hier können Sie die Willenserklärung zur Feuerbestattung herunterladen

Fragen und Antworten zur Kremationsverfügung

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